Ich habe eben mal wieder in Interview mit Bruce Schneier gehört und darin hat er zum wiederholten Male erwähnt, dass man Sicherheit oder ein Interesse an Sicherheit nicht lernen kann, sondern damit geboren wird. Ich glaube, ich habe das Interesse daran auch mitbekommen. Wenn ich unterwegs bin und irgendwelche Sicherheitsmaßnahmen sehe, denke ich unweigerlich darüber nach, wo Lücken und Probleme sind.

Vor kurzem war ich z.B. Kleidung einkaufen. Genauer gesagt, war ich nur dabei, als andere eingekauft haben. In den Ankleidekabinen werden ja seit einiger Zeit bei manchen Geschäften so “Teile-Anzahl-Anzeiger” verteilt, wenn man in die Kabine möchte. Ich nehme stark an, dass das dazu da ist, um zu kontrollieren, ob man genau so viele Teile wieder mit raus bringt, wie man mit hin genommen hat und nichts einfach so unter der eigenen Kleidung anzieht.

Das System funktioniert auch ganz gut, wenn das schön kontrolliert wird. (Was meistens auch passiert). Manche Geschäfte haben nun aber keine Marke mit “0” und da meine ich nun eine Lücke im System ausgemacht zu haben: Wenn man keine Marke bekommt, wenn man nichts mit reinnimmt, woher wollen die dann beim rausgehen wissen, ob ich schon am Anfang nichts dabei hatte?

Ein Angriff sähe dann beispielsweise so aus (das geht natürlich nur, wenn es realativ voll ist und die Person, die die Marken verteilt sich nicht zusätzlich merkt, wie viele Teile ich mit hatte):

Ich nehme z.B. 2 Kleidungsstücke mit rein und erhalte eine Marke mit einer “2” drauf. Dann gehe ich in die Kabine und ziehe die Kleidungsstücke unter meine Kleidung an. Beim Rausgehen, zeige ich natürlich die “2”-er Marke nicht und sage auf ggf. Nachfrage, dass ich nichts dabei hatte (man braucht natürlich hier einen Komplizen, der wirklich ein Stück wieder mit raus nimmt). Gäbe es eine Marke mit “0” müsste jeder der die Kabinen betritt eine Marke am Ende abgeben.

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